Hebammenarbeit

Anthroposophische Hebammenarbeit

Aufgabe

Für die anthroposophisch erweiterte Hebammenarbeit sind neben dem anthroposophischen Menschenbild die biographische Situation der schwangeren Frau und der Familie mit ihren individuellen Bedürfnissen zentral und das Ideal einer menschengemäßen und würdevollen Geburtshilfe leitend. Dies erweitert das Verständnis des internationalen Ethikkodex der Hebammen, bereichert die professionelle Arbeit und eröffnet immer neue Forschungsfragen entlang der Tätigkeit an der Schwelle zum Erdenleben. 

Bei der Begleitung, Betreuung und Behandlung der Frau bieten anthroposophischen Medikamente, Äußere Anwendungen (Einreibungen, Wickel, Auflagen u. Ä.) und verschiedene anthroposophische Therapien vielfältige Möglichkeiten. In welcher Form sich die anthroposophischen Inhalte in der beruflichen Tätigkeit verankern, ist individuell und dem jeweiligen Umfeld der Hebamme angepasst.  

Auf internationaler Ebene gestalten sich die anthroposophische Hebammenarbeit wie auch die Weiterbildungsangebote aufgrund unterschiedlicher kultureller, gesellschaftlicher und gesetzlicher Gegebenheiten sowie praktischer Möglichkeiten verschieden.  

Eine internationale Weiterbildung für Hebammen wird ab Oktober 2026 über die Akademie Arlesheim angeboten. Sie beinhaltet Grundlagen der Anthroposophie und der Anthroposophischen Medizin ebenso wie spezifische theoretische Inhalte sowie praktische Fertigkeiten und fokussiert sowohl auf die Entwicklung fachlicher als auch personaler Kompetenzen. Die Weiterbildung findet überwiegend online statt, beinhaltete aber auch praktische Übungen sowie ein umfangreiches Wahlpflichtmodul, in dem z.B. der Besuch von regional erreichbaren Präsenzveranstaltungen vorgesehen ist.

Eine über den Verein für Anthroposophische Hebammenarbeit in Deutschland angebotene Weiterbildung auf Deutsch und in Präsenz pausiert in 2026.

Regelmäßig finden Treffen anthroposophischer Hebammen zum Fachaustausch sowohl regional in Präsenz als auch international online und bei internationalen Tagungen statt. 

Die Koordinatorin des IKAM-Bereiches Anthroposophische Hebammenkunde bildet das Bindeglied zwischen der Medizinischen Sektion am Goetheanum und den nationalen Verbänden bzw. Arbeitsgruppen anthroposophisch orientierter Hebammen. Sie unterstützt diese dabei, sich zu vernetzen und gemeinsam Projekte zu entwickeln. Zudem koordiniert sie die Vernetzung und das Fortbildungsangebot während internationaler Tagungen und ist verantwortlich für die Koordination im Bereiche Aus- und Weiterbildung.

Die Suche nach einer anthroposophisch erweitert tätigen Hebamme wird durch Kontaktpersonen bzw. nationale Arbeitsgemeinschaften erleichtert, die in der hier verlinkten Kontakt-Liste aufgeführt sind. 

Koordination und Kontakt

Johanna Hünig

Internationale Koordination Anthroposophische Hebammen

johanna.huenig@medsektion-ikam.org