Die Care-Projekte

Arbeitsschwerpunkte der Medizinischen Sektion

Schwangerschaft, Geburt und frühe Kindheit (Care I)

Das Ziel dieser Projektgruppe ist es, aus unterschiedlichen Blickwinkeln dazu beizutragen, dass das Ungeborene gut gedeihen kann, sich die Umstände von Schwangerschaft und Geburt entwicklungsfördernd gestalten und das kleine Kind in seiner Gesundheits- und Persönlichkeitsentwicklung unterstützt wird. Die Anwendung pflanzlicher Heilmittel bei z. B. Übelkeit oder Anämie in der Schwangerschaft oder bei vorzeitiger Wehentätigkeit, die qualitative Begleitung einer Kaiserschnittgeburt sowie Tipps für die kindliche Schlafregulation sind nur einige von vielen Empfehlungen, die bereits erarbeitet wurden. Erfahrene Expert:innen aus der Kinderheilkunde, Gynäkologie und Geburtshilfe, Wochenbettbetreuung, Kleinkind- und Sonderpädagogik sowie Kunsttherapie arbeiten hier zusammen. 

Ergebnisse dieser Arbeit finden Sie im Fachportal Anthromedics unter:

Umgang mit Fieber und Infektionserkrankungen (Care II)

Fieber ist ein häufiges und wesentliches Symptom bei Infektionserkrankungen. Die Empfehlungen zur Begleitung von Fieberphasen aus Sicht der Anthroposophischen Medizin hilft medizinischem Fachpersonal sowie Eltern fiebernder Kinder gleichermaßen. Zudem ist aufgrund der weltweit zunehmenden Antibiotika-Resistenz ein zurückhaltender Gebrauch von Antibiotika bei akuten Infektionserkrankungen gefordert. Diese CARE-Gruppe trägt bewährte Vorgehensweisen zusammen, um die Therapie nicht nur auf den Erreger, sondern auf die therapeutische Lenkung zu richten und die immunologischen Ressourcen der Patient:innen zu stärken – akut und präventiv. Für häufige Infektionserkrankungen im Kindes- und Erwachsenenalter wie Rhinosinusitis, Otitis media, Bronchitis, Pneumonie, Harnwegsinfekte, Post-Covid und weitere stehen bereits umfassende Therapiekonzepte zur Verfügung. Dafür arbeiten Fachärzt:innen der Inneren Medizin, Pädiatrie, Infektiologie sowie Pflegeexpert:innen und Therapeut:innen zusammen.  

Ergebnisse dieser Arbeit finden Sie im Fachportal Anthromedics unter:

Traumafolgestörungen, Angst und Depression (Care III)

Die anthroposophische Psychotherapie sieht sich als eine Psychotherapie der menschlichen Würde, wobei die Gesundung der Ich-Kräfte und der Ich-Entwicklung im Mittelpunkt stehen. Je nach individuellem Bedarf des Patienten oder der Patientin werden Äußere Anwendungen aus der Krankenpflege, Kunst-, Körper- und Bewegungstherapien und die ärztlich-medikamentöse Begleitung mit hinzugenommen. Durch psychotherapeutisch-biografische Gesprächsarbeit werden die Patient:innen und Klient:innen in einem Prozess begleitet, der es den Ich-Kräften wieder ermöglicht, ihre ordnende und integrierende Rolle für die Seelen- und Körperfunktionen zu übernehmen. Eine Reihe therapeutischer Empfehlungen steht bereits – insbesondere für Traumafolge- und Angststörungen – zur Verfügung. 

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Onkologie (Care IV)

In jedem Stadium einer Krebserkrankung können vielfältige therapie- oder krankheitsassoziierte Symptome auftreten – wie beispielsweise Cancer Fatigue, gastrointestinale Beschwerden oder Störungen im körperlichen, seelischen und geistigen Wärmehaushalt des Menschen –, die mit anthroposophischen Medikamenten und interdisziplinären Behandlungskonzepten gebessert werden können. Ebenso wichtig ist uns die Frage, wie Patient:innen im Sinne des salutogenetischen Ansatzes aktive Mitgestalter:innen auf ihrem Heilungsweg werden können.   In dieser Projektgruppe arbeiten erfahrene Expert:innen aus der Onkologie, Bewegungs-, Kunst- und Körpertherapie sowie aus der Psychoonkologie und Ernährungsberatung zusammen, um ärztliche und therapeutische Empfehlungen für die Praxis zu geben. 

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Palliativmedizin (Care V)

Schmerzen, Atemnot, Unruhe sowie Fragen nach aktiver Sterbehilfe sind wesentliche Herausforderungen auch für die anthroposophische Palliativmedizin. Hierzu haben erfahrene Expert:innen aus der Palliativmedizin und -pflege, Psychotherapie, Körper- und Kunsttherapie sowie Seelsorge umfassende Hilfen erarbeitet. Gleichzeitig stellen sie ihre entwicklungsorientierte Haltung dar, diese Phase nicht als eine „finale“ Begleitung, sondern als Vorbereitungs- und Entwicklungszeit der Patient:innen zu betrachten, auch für ihr zukünftiges Schicksal. Auftretende Bedürfnisse der Patient:innen, spirituelle Fragen zu bewegen, erfordern eine besondere Wahrnehmung. Hierzu gibt die Care-Gruppe Anregungen für die meditative Arbeit oder das Gebet für Fachpersonal und Angehörige.

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Alterskultur und Altersmedizin (Care VI)

Menschen wollen in Würde altern. Auch jenseits von Einschränkungen oder Erkrankungen braucht der alte Mensch innere Perspektiven, Gelegenheiten für die seelisch-geistige Verdauung seines Lebens und eine Sinnfindung über dieses hinaus. Mit der Vielschichtigkeit des Altwerdens, mit der Kultur des Reifens und mit den Erkrankungen im Alter setzt sich diese multiprofessionelle Projektgruppe auseinander. Sie bearbeitet Themen wie pflegerische Berührung, geführte Bewegung, künstlerische Aktivität, autonome Regulation, Demenz, Schlaganfall und Weiteres mehr. Hierzu werden Verständnisgrundlagen und Empfehlungen aus Sicht der anthroposophischen Altersheilkunde für die therapeutische Praxis sowie Handhabungen für den Alltag erarbeitet. Sobald erste Ergebnisse vorliegen, werden sie frei zugänglich auf dem Fachportal Anthromedics zur Verfügung gestellt.